Picture by Mayu Shinjo. I don't own any rights.

Gott des Todes (3.2013)

Er weinte bittere Tränen. Er hatte sie mitnehmen müssen. Es hatte keinen Weg daran vorbei gegeben. Nun hielt er ihre Seele in seinen Händen. Zerschunden und zerrissen. Die Tränen auf seinen Wangen galten nur ihr. Sie mischten sich mit den ihren, die aus der eisigen Himmelsfront fielen. Und ihre kleine Hand schmiegte sich an seine Wange. Er konnte es spüren. Das Licht von Körper und Seele mochte erloschen sein, doch ihre Geist leuchtete in seine trübe Welt hinein. Und obwohl es schien als habe sie ihm seine Untat verziehen, so wusste er doch: Er war der Gott des Todes. Er holte sich die Schwachen und Wehrlosen. Und sie war schwach gewesen. Und wehrlos. Und so voller Lebensfreude. Der Gott des Todes konnte weder Leben schenken, noch konnte er es verlängern. Aber er konnte den Geist der vergangenen Seele beschützen. Und das würde er tun. Bis er einen Weg gefunden hatte, das Schicksal der zukünftigen Leidesgenossen seiner Geliebten zu ändern. Aber solange konnte er bloß weinen. Immer und immer wieder, bis er tränenleer sein würde… Denn für SIE war es nun zu spät.


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